Corona und der Run auf Gold – 5 Tipps für Krisenzeiten

Der Preis für Gold erreicht ständig neue Rekorde – und steigt kräftig weiter. Das sollte Sparer alarmieren! Denn der extreme Run auf Gold ist ein sicheres Warnzeichen: Weltweit bereiten sich Finanzstrategen offenbar auf einen Zusammenbruch des Wirtschaftssystems vor. Der Euro gilt als besonders gefährdet. Sorgen Sie vor! 5 Tipps.

Der Preis für die Feinunze Gold liegt aktuell bereits bei über 1.700 Dollar. Die Goldnotiz hat sich binnen fünf Jahren annähernd verdoppelt. Und das ist erst der Anfang. Laut einer Studie der Bank of America wird der Preis für Gold in den kommenden 18 Monaten sogar auf unglaubliche 3000 Dollar pro Feinunze emporschnellen!

Warum Finanzexperten weltweit jetzt in Gold investieren, hat einen guten Grund: Das Verhalten der Notenbanken. Rund um den Globus wird Geld gedruckt, um die teuren Corona-Wirtschaftshilfen zu finanzieren. Doch wenn Märkte mit solchem billigen Geld geflutet werden und die Staatsverschuldung explodiert, hat das langfristig böse Folgen für das Finanzsystem – das Schreckgespenst der Hyperinflation macht die Runde. Wenn Geld wertlos wird, bleiben nur Edelmetalle wie Gold als Rettungsanker. Weil Gold bekanntlich nicht einfach nachgedruckt werden kann. EMS hat seine Kunden bereits zu Beginn der Corona-Krise auf die zu erwartende Nachfrage nach Gold hingewiesen.

Corona: Gold schützt bei Euro-Aus

Besonders gefährdet ist der Euro – weil er bereits vor Corona bedroht war. Lesen Sie dazu unseren Beitrag zur Kredit- und Immobilienblase. In Italien beispielsweise hat sich die Staatsverschuldung in den letzten zehn Jahren um über 70 Prozent erhöht und lag bereits 2019 bei rund 2,3 Billionen Euro. Bereits 2018 wies Italien die absolut gesehen drittgrößte Staatsverschuldung der Welt auf! Vor Griechenland übrigens, das nämlich „nur“ innerhalb der Europäischen Union eine höher Schuldenquote als Italien aufweist.

Angesichts der immensen Staatsverschuldung der Italiener äußerte der Präsident des ifo-Instituts Clemens Fuest im Oktober 2018 (!) im Deutschlandfunk einen bemerkenswerten Satz: „Es ist möglich, dass die italienische Regierung bewusst eine Krise herbeiführen will und dann auf Hilfe von außen hofft“. Der Wirtschaftsexperte sprach damals sehr deutlich von den verheerenden wirtschaftlichen Folgen, die zu erwarten seien und riet: „Der Rest Europas muss sich abschirmen“. 

Weik und Friedrich: „Italien wird der Sargnagel für den Euro“

Die Krise ist nun da, ohne Zutun Italiens. Aber sie betrifft nicht nur Italien, sondern auch die Länder, die als „Retter“ einspringen sollten. „Vor allem die faktisch bankrotten Staaten Südeuropas wie beispielsweise Italien und Griechenland stehen mit dem Rücken zur Wand“, kommentieren die Finanzexperten und Erfolgsautoren Matthias Weik und Marc Friedrich die aktuelle Lage und warnen: „Vor allem die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, Italien, wird der finale Sargnagel für das zum Scheitern verurteilte Währungsexperiment Euro sein.“

Auch Weik und Friedrich betonen, dass die Coronakrise lediglich der Auslöser, aber keineswegs die Ursache der Misere ist. „Europa befand sich bereits 2019 in der Stagnation“, stellen die Finanzstrategen klar: „Seit 2014 explodiert die Bilanzsumme förmlich und es wird Geld gedruckt, als ob es kein Morgen gäbe“. Durch die Corona-Krise stehe Italien nun endgültig vor dem realwirtschaftlichen Kollaps. „Fakt ist: Die italienische Wirtschaft kommt seit dem Eintritt in die Eurozone volkswirtschaftlich auf keinen grünen Zweig mehr“, urteilen die Bestseller-Autoren: „Da werden weder Coronabonds noch sonstige Milliardentransfers langfristig helfen“. Wenn nun auch noch die Urlaubssaison schlecht ausfalle, führe das zum Supergau für alle Länder Südeuropas – mit zahllosen Pleiten, hohen Arbeitslosenquoten, sinkenden Steuereinnahmen und kippenden Banken.

Das Fachmagazin „Finanztrends“ titelte nun im Mai 2020: „Euro in Gefahr – sind Sie vorbereitet?“ Politisch gesehen sind Zweifel am Finanzsystem oder an der Zukunftsfähigkeit des Euros natürlich nicht erwünscht. Doch der Run auf Gold und andere Edelmetalle zeigt, dass Finanzexperten inzwischen tatsächlich mit dem Schlimmsten rechnen.

Sind Sie vorbereitet? Wir haben Ihnen hier die fünf wichtigsten Tipps zu Goldkäufen für Krisenzeiten zusammengestellt.

Tipps: Gold für Krisenzeiten

  • 1. Goldbarren

Goldbarren sind am preiswertesten, da hier nur einfache Prägearbeiten anfallen. Der Standardbarren wiegt 12,4 Kilogramm, es werden aber auch kleinere Stückelungen ab einem Gramm angeboten. Bei Kleinstbarren bis fünf Gramm liegt der Ankaufspreis für das Gold allerdings weit über dem Verkaufspreis.

  • 2. Münzen

Für Sammlermünzen werden unter Umständen später Preise bezahlt, die über dem Materialwert des Goldes liegen. Münzen wie der Krügerrand werden praktisch weltweit akzeptiert.

  • 3. Kaufen Sie auch kleinere Stückelungen

Kaufen Sie Gold auch in einer kleineren Stückelung von einer Unze oder weniger. Das erhöht zwar die Kosten, bringt aber mehr Flexibilität. Denn wer in echten Notlagen einen Laib Brot kaufen will, wird dafür ja nicht gleich einen ganzen Barren Gold anbieten wollen.

  • 4. Achten Sie auf Seriosität

Kaufen Sie Münzen und Barren nur bei seriösen Edelmetallhändlern. EMS arbeitet beispielsweise mit der renommierten Firma Goldkanzlei GmbH zusammen – auf Wunsch kann das Gold nach dem Kauf direkt in ein Schließfach von EMS geliefert werden.

  • 5. Lagern Sie das Gold bankenunabhängig

In Extremsituationen werden Banken einfach geschlossen, wie die Vergangenheit lehrt. Diese Erfahrung mussten auch Bankkunden in Griechenland 2015 machen. Als Schließfachkunden stehen Sie in Krisenzeiten dann ebenfalls erst einmal vor verschlossenen Türen. Deponieren Sie Ihr Gold und andere wichtige Werte deshalb nur in bankenunabhängigen Schließfächern bei einem Werteinlagerungsspezialisten, der rund um die Uhr Zugang garantiert.

  • Übrigens: Schließfächer bei EMS sind für Schließfach-Kunden nicht nur rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche erreichbar, sondern bieten auch absolute Anonymität – während Banken die Daten ihrer Schließfachkunden direkt an das Finanzamt übermitteln. Mehr zur anonymen Schließfach-Anmietung. 

Haben Sie noch Fragen zum Thema Gold oder Werteinlagerung? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.



Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.