Tabuthema Einlagensicherung: Banken haben nicht genug Geld für alle Sparer

Tabuthema Einlagensicherung: Banken haben nicht genug Geld für alle Sparer

Wie sicher Ihr Geld in Krisenzeiten auf der Bank ist, hängt davon ab, wie viel Geld die Banken als Einlagensicherung zurücklegen. Und das ist leider erschreckend wenig! Hier erfahren Sie, was Banken und Politiker den Sparern in Deutschland lieber verschweigen.

Die griechischen Sparer haben erlebt, was eine zu niedrige Einlagensicherung bedeutet. Als die Krise kam, standen sie tagelang vor verschlossenen Banktüren. Auch als die Türen endlich wieder öffneten, erhielten sie ihr Sparvermögen nur in homöopathischen Dosen ausbezahlt. Weil nicht genug Geld für alle da war.

Einlagensicherung soll Panik vermeiden

Die Einlagensicherung soll Bankkunden vor Verlusten durch eine Zahlungsunfähigkeit ihrer Bank schützen und damit Panikreaktionen der Sparer verhindern. Eine zu niedrige Einlagensicherung bedeutet, dass der Sparer sein Geld gerade dann nicht bekommt, wenn er es am dringendsten benötigt – in Not- und Krisenzeiten.

Die Bankenkrise in Deutschland und der Zusammenbruch von Lehmann vor rund zehn Jahren hat sehr deutlich gezeigt, dass die Frage nach der Einlagensicherung auch in Deutschland nicht nur eine theoretische Rolle spielt. Was hat man aus der Bankenkrise gelernt und wie ist es um die Einlagensicherung heute bestellt? Diesen Fragen ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung nachgegangen.

FAZ zur Einlagensicherung: „Nicht zufriedenstellend“.

Das Ergebnis der FAZ-Recherchen sollte Sparer beunruhigen, denn leider zeigt sich: Der gesetzliche Anspruch auf die Kontoeinlagen ist sehr begrenzt! Die Wirtschaftsredakteure der Zeitung bewerten die Situation deshalb als „nicht zufriedenstellend“. Auch die Aufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) und der EU-Behörde Eba fordern Nachbesserungen für die deutsche Sparer-Schutzeinrichtung.

Völlig zu Recht: Denn Kundeneinlagen werden nur bis zu einer Sparsumme von 100.000 Euro gesetzlich garantiert.

Einlagensicherung: Europaweite Haftung droht

Diese Regelung zur Einlagensicherung gilt schon seit einigen Jahren europaweit. Die Implementierung und finanzielle Ausstattung der Einlagensicherung liegt jedoch bislang in nationalstaatlicher Verantwortung. „Noch!“, muss man vorsichtig hinzufügen. Denn andere europäische Länder möchten die Einlagensicherung zu einer gemeinsamen Angelegenheit machen. Das hätte fatale Folgen für deutsche Sparer. Denn dann müssten deutsche Banken zusätzlich beispielsweise auch für Institute in wirtschaftlich kritischen südeuropäischen Ländern haften. Eine griechische Bankenkrise wird so womöglich auch zur deutschen Bankenkrise.

Gefahr durch zu niedrige Einlagensicherung

Die gemeinsame Einlagensicherung wird von anderen EU-Ländern aus nachvollziehbaren Gründen seit einiger Zeit vehement eingefordert. Es ist eine Entwicklung, die jeder Sparer in Deutschland mit großem Misstrauen beobachten sollte, denn Finanzexperten sind sich leider sicher, dass auch die deutsche Kreditwirtschaft in einer schweren Finanzkrise in ernste Schwierigkeiten geraden würde. Der Grund dafür? Genau. Eine zu niedrige Einlagensicherung.

Die Einlagensicherung der Banken und Sparkassen in Deutschland umfasst kaum mehr als vier Milliarden Euro, ergaben Recherchen der FAZ.

Einlagensicherung: So schützen Sie Ihr Vermögen

  1. Am sichersten ist Ihr Geld im bankenunabhängigen Schließfach eines seriösen Schließfachanbieters. EMS beispielsweise garantiert höchste Sicherheit und einen 24-Stunden-Zugang. Worauf Sie bei der Wahl eines Schließfachs achten müssen, erfahren Sie hier.
  2. Wenn Sie nicht auf Sparkonten verzichten möchten, sollten Sie Ihr Geld auf mehrere Banken verteilen. Dann haben Sie in Krisenzeiten bei plötzlich geschlossenen Banken höhere Chancen, doch noch eine geöffnete Banktüre zu finden.
  3. Verteilen Sie Ihr Geld gleichmäßig auf die verschiedenen Banken und achten Sie darauf, pro Bank den Betrag von 100.000 Euro nicht zu überschreiten – denn die gesetzliche Garantie gilt pro Bank und pro Kunde.

Gerne informieren wir Sie über weitere Vorteile des bankenunabhängigen Schließfachs – lassen Sie sich unverbindlich beraten.



Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.