Enkeltrick und Co.: Mit diesen frechen Tricks machen Betrüger gerade Kasse. Ab mit Ihren Wertsachen ins private bankenunabhängige Schließfach

Wären Sie darauf reingefallen?

Bei Berta M. klingelt das Telefon. „Guten Tag, hier ist die Polizei.“ Ist etwas passiert? Habe ich etwas falsch gemacht? Der Seniorin schwirren sofort die schlimmsten Gedanken im Kopf herum. Nur eines kommt ihr nicht in den Sinn: Dass sie gerade übers Ohr gehauen wird.

Der vermeintliche Beamte erklärt, in ihrer Gegend sei in den nächsten Tagen ein Einbruch geplant. Auch die Wohnung von Berta M. sei ins Visier der Verbrecher geraten. Er bietet ihr deshalb an, ihre Wertsachen so lange sicher zu verwahren, bis die Verbrecher geschnappt seien.

Berta M. ist jetzt natürlich um ihre Sicherheit besorgt und deshalb umso glücklicher, dass die Polizei sich um sie kümmert. Sie sammelt ihr Bargeld und ihren Schmuck zusammen und übergibt alles einem freundlichen Beamten, der kurz darauf „in Zivil“ bei ihr klingelt und alles in Empfang nimmt.

Natürlich sieht Berta M. ihre Wertsachen nie wieder. Die falschen Polizisten waren die eigentlichen Schurken.

Immer wieder funktioniert dieser dreiste Trick. Besonders ältere Menschen vertrauen gerne auf Autoritätspersonen – und sind am Ende die Dummen.

Die Betrüger sind inzwischen schon einen Schritt weiter und haben sich neue Varianten ihrer Masche ausgedacht: So warnen sie ihre ahnungslosen Opfer vor Falschgeld, das gerade im Umlauf sei. Ein Beamter würde vorbeikommen und die Bargeldbestände zur Überprüfung abholen.

Durch einen anderen Trick kommen die Betrüger sogar an das Bankkonto ihres Opfers. Es wäre in Gefahr, demnächst von Gaunern leergeräumt zu werden, behaupten sie. Umso bereitwilliger heben die Betroffenen ihr Geld ab und übergeben es den eigentlichen Kriminellen.

Der Enkeltrick: Vorsicht, wenn unbekannte Verwandte auftauchen

Ein anderer Kniff missbraucht das Vertrauen der Opfer auf ebenso unverschämte Weise: Ist ein Enkel oder ein sonstiger Verwandter oder Bekannter am Telefon, der vorgibt, gerade in einer Notlage zu sein, heißt es: Vorsicht.

Immer braucht der angebliche Verwandte schnellstmöglich Geld – etwa, weil er einen Unfall hatte oder im Ausland krank geworden ist. Reagiert der Angerufene misstrauisch, wird der Druck erhöht. Es sei wirklich dringend.

Ist das Opfer endlich zahlungswillig, holt ein Bote das Geld ab, um es dem Verwandten in Not zu überbringen. Und wenn der Betrag nicht sofort zur Verfügung steht? Dann zeigen sich die Betrüger oft wenig zimperlich: Das Opfer soll das Geld von der Bank abheben, notfalls sogar in Begleitung des Boten. Und wieder gilt: Ist das Geld erst übergeben, schaut der Betroffene in die Röhre.

Sie habe gewonnen? Aufgepasst – Sicherheitsrisiko!

Zuletzt noch eine weitere Masche, die sich großer Beliebtheit bei Übeltätern erfreut. Diese rufen bei ihrem Opfer an und verkünden, dass ein großer Gewinn zu erwarten sei. Nun ginge es nur noch um Formalitäten: Eine Gebühr sei zu zahlen oder eine kostenpflichtige Hotline anzurufen, die dem Anrufer durch überhöhte Telefonkosten teuer zu stehen kommt.

Und natürlich gibt es am Ende keinen Gewinn, auch wenn der Betrogene alle Forderungen erfüllt. Die Täter haben ihr Geld bekommen und tauchen unter.

Die besten Strategien für mehr Sicherheit vor Betrügern

Wie können Sie sich vor solch raffinierten Tricks schützen? Seien Sie vor allem wachsam. Die folgenden Tipps schärfen Ihre Sinne für Betrügereien und zeigen Ihnen, wie Sie den Tätern nicht in die Falle gehen:

  1. Seien Sie misstrauisch bei Personen, die Sie nicht kennen, besonders bei angeblichen Verwandten, von denen Sie vorher niemals etwas gehört haben. Erkundigen Sie sich genau, bevor Sie handeln.
  2. Lassen Sie sich nicht unter Zeitverzug zu einer Geldzahlung oder einer sonstigen Handlung drängen.
  3. Beenden Sie sofort das Telefonat, wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt.
  4. Geben Sie keine persönlichen Informationen am Telefon preis, auch nicht an Unbekannte im direkten Gespräch.
  5. Vertrauen Sie Fremden niemals Geld oder Wertsachen an.
  6. Verständigen Sie notfalls die Polizei unter der Nummer der örtlichen Polizeidienststelle oder unter der 110 ohne Vorwahl. Nicht die Rückruffunktion verwenden! Eventuell haben die Täter Sie mit einer Nummer angerufen, die in ihrem Display als 110 erscheint.
  7. Geben Sie diese Hinweise an Familie und Bekannte weiter. Besonders ältere Personen sind oft das Ziel von Betrügern.

Verwahren Sie Geld und Wertsachen in einem privaten, bankenunabhängigen Schließfach – auch das gibt Sicherheit vor Betrügern. Infos unter: www.werteinlagerung.de

Mehr Tipps zum Thema Sicherheit finden Sie auf der Website des EOS Sicherheitsdienst unter www.eos-online.de