Hackerangriff Pipeline USA

Hackerangriff auf Pipeline in den USA – 5 Sicherheitstipps

Die Colonial Pipeline ist einem Hackerangriff zum Opfer gefallen. Damit ist die größte Pipeline der USA fast vollständig lahmgelegt worden. Überall in den USA begannen danach Benzin-Panikkäufe. Wie Sie sich selbst vor einem Hackerangriff schützen – 5 Tipps.

Aktuell: Hackerangriff auf Colonial Pipeline

Die Hackergruppe Darkside führte den Hackerangriff auf das Unternehmen Colonial Pipeline mit einer sogenannten Ransomware durch. Hacker nutzen solche Programmen um Computersysteme zu sperren oder zu verschlüsseln, um sie nur gegen Lösegeld wieder freizugeben. Bislang ist nicht bekannt, welche Summen die Hackergruppe Darkside von Colonial Pipeline verlangt und ob diese schon bezahlt wurde oder nicht.

Regionaler Notstand ausgerufen – Hackerangriff auf größte US-Pipeline

Am 8. Mai wurde der Hackerangriff bekannt und einen Tag später rief die Regierung in Washington den regionalen Notstand aus. Wegen der regionalen Notstanderklärung kann der Treibstoff über die Straßen in die betroffenen Bundesstaaten transportiert werden.

Denn: Auch nach mehreren Tagen kann Colonial Pipeline nur einige kleinere Versorgungsleitungen wieder öffnen, das Hauptsystem ist weiterhin außer Betrieb.

Bei einem Hackerangriff werden die Opfer erpresst

Colonial Pipeline sieht sich nicht nur dem Problem der verschlüsselten Daten gegenüber. Denn bei ihrem Hackerangriff hat Darkside auch firmeninterne Daten mitgehen lassen und droht mit der Veröffentlichung dieser Daten, die firmenschädigend sein könnten, wenn sie veröffentlicht werden.

Colonial Pipeline ist, gemessen am Volumen, die größte Pipeline in den USA. Hier fließen normalerweise täglich mehr als 2,5 Millionen Barrel (ein Barrel sind 159 Liter) an Benzin, Diesel, Kerosin und anderen Erdölprodukten durch die Rohrleitungen. So viel wie möglich muss jetzt über die Straßen und mit einigen kleineren Versorgungsleitungen transportiert werden.

Hackerangriff aus Russland?

Laut dem Weißen Haus gibt es bisher keine Beweise, dass der Hackerangriff der Gruppe Darkside eine Verbindung zur russischen Regierung hätte. Trotzdem geht man aber offenbar davon aus, dass Darkside in Verbindung mit Russland steht. Insider aus dem Weißen Haus ließen durchsickern, dass Darkside neusten Informationen zufolge von Russland aus gesteuert wird.

Hackerangriff: 5 Sicherheitstipps für Privatpersonen

  1. Sicherheitsupdates nicht ignorieren

Ihr Computer bietet Ihnen ein Update an? So bald wie möglich durchführen! Denn Microsoft und andere Softwareanbieter arbeiten konstant am Sicherheitsstandart ihrer Produkte und entdeckten ständig vorher unbekannte Sicherheitslücken. Diese werden mit den extra dafür entwickelten Softwareupdates geschlossen.

  1. Mindestens Basis-Virusschutz installieren

Ungeschützt surfen ist ein absolutes No-Go. Brauchbaren Basisschutz gibt es mitunter auch kostenlos. Wichtig: Auch Virenschutzprogramme brauchen ein regelmäßiges Update!

  1. Personal Firewall aktivieren

Die in den meisten Betriebssystemen schon integrierte Personal Firewall ist eine persönliche Schutzmauer, die alle Datenpäckchen, die Ihren Rechner verlassen oder an ihn gesendet werden, genau kontrolliert.

  1. Misstrauisch sein

… nicht nur bei E-Mails mit fremdem Absender, verdächtig wirkenden Päckchen-Benachrichtigungen und Werbeangeboten, sondern auch bei Mails von Freunden und Bekannte oder Kollegen von der Arbeit. Denn auf deren Rechner könnte sich ein Virus oder Schadprogramm befinden, dass Ihnen eine scheinbar harmlos wirkende Mail von deren Account schickt. Im Anhang befindet sich aber ein Schadprogramm, das sich auf Ihrem Gerät installieren soll. Deshalb gilt: Halbwegs verdächtige Anhänge gar nicht erst öffnen, sondern lieber nochmal persönlich beim Absender nachfragen.

  1. „Plan B“ vorbereiten

Führen Sie Back-ups am besten auf einer externen Festplatte durch. Wer ganz sicher sein will, der sollte seine Back-ups auf einem USB-Stick oder in Papierform in einem Tresor lagern. Für sehr wichtige Daten empfehlen wir die klimatisierten Hochsicherheitsschließfächer von EMS. Hier sind Ihre Daten absolut sicher.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Hackerangriff oder allgemein zum Thema Schließfach? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.



Über den Autor Bernd Elsenhans


Bernd Elsenhans ist Geschäftsführer der EOS Sicherheitsdienst GmbH & Co. KG und der EMS Werteinlagerung e.K. in Heidenheim an der Brenz. Als Sicherheitsexperte unterstützt er seine Kunden bei Werkschutz, Personenschutz und Veranstaltungssicherheit, bei der Abwehr von Wirtschaftskriminalität sowie bei Werttransporten und Werteinlagerung in eigens für Heidenheim erstellten, privaten Schließfächern. Bernd Elsenhans ist kooperatives Mitglied im Verband für Sicherheit in der Wirtschaft sowie 2. Vorsitzender des Vereins Freunde schaffen Freude e.V., einer Initiative zur Unterstützung von Menschen in Not. Er wurde bereits wiederholt mit dem Innovationspreis Ostwürttemberg ausgezeichnet, dem Mittelstandspreis Soziale Verantwortung und gehörte mit seinem Unternehmen EOS im Jahr 2015 zu den Finalisten für den OSPAs Security Outstanding Security Performance AWARD.